Ad hoc: Deutsche Post AG übertrifft in Q2 Erwartungen und erhöht Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2026
07.07.2026
Veröffentlichung einer Insiderinformation gemäß Artikel 17 MAR
Auf der Grundlage der vorläufigen Ergebnisse des Konzerns für den Monat Juni - und damit für das zweite Quartal – hat das Management heute die Ergebnis-Erwartungen für das Gesamtjahr angepasst.
Die Geschäftsentwicklung hat im zweiten Quartal eine weiter anziehende Nachfrage und damit eine für die Gruppe positive Ergebnisdynamik, vor allem in der Division DHL Express, gezeigt. Im Vergleich zu der im Vorjahresquartal durch Zoll- und weitere handelspolitische Rahmenbedingungen belasteten Geschäftsentwicklung verzeichnete der Konzern wieder einen deutlichen Umsatzanstieg. Zudem kam die durch die Fit for Growth Maßnahmen reduzierte Kostenbasis im gesamten Konzern weiterhin positiv zum Tragen, sodass das Q2 Ergebnis stärker als die Markterwartung anstieg.
Die vorläufige Ergebnisentwicklung im zweiten Quartal 2026 stellt sich wie folgt dar:
Der Konzern-Umsatz legte im zweiten Quartal 2026 um mehr als 10% gegenüber dem Vorjahresquartal zu.
Das Konzern-EBIT erreicht rd. EUR 1.850 Millionen (Vorjahr: EUR 1.429 Millionen) und damit einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr von rd. 29%.
Im Bereich DHL Express legte das EBIT infolge des sehr günstigen operativen Auslastungseffektes aus dem Anstieg des transportierten Gewichtes im zweiten Quartal auf rd. EUR 1.195 Millionen deutlich zu (Vorjahr EUR 730 Millionen, einschließlich EUR -30 Millionen Cost of Change). Dieses Ergebnis enthält auch positive Effekte in der Größenordnung von rd. EUR 150 Millionen infolge der Kapazitätsknappheit im Luftfrachtmarkt.
Der Bereich DHL Global Forwarding verzeichnete ein EBIT von rd. EUR 240 Millionen. Darin enthalten sind positive Effekte im niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionen-Bereich aus der erfolgreichen Steuerung des volatilen Marktumfeldes (Vorjahresergebnis: EUR 196 Millionen, einschließlich EUR -19 Millionen Cost of Change).
Der Bereich DHL Supply Chain erreichte ein Ergebnis von rd. EUR 305 Millionen. Das Vorjahresergebnis von EUR 348 Millionen hatte positive Einmaleffekte von EUR 54 Millionen enthalten.
Der Bereich DHL eCommerce verzeichnete ein EBIT von rd. EUR 50 Millionen und lag damit leicht unter dem Vorjahreswert (EUR 56 Millionen, einschließlich EUR -8 Millionen Cost of Change). Ein positiver M&A Einmaleffekt in Iberia in Höhe von rund EUR 20 Millionen wurde im zweiten Quartal 2026 dabei durch andere negative Einmaleffekte ausgeglichen.
Für den Bereich Post & Paket Deutschland betrug das EBIT rd. EUR 135 Millionen (Vorjahr: EUR 166 Millionen).
Vor dem Hintergrund der jüngsten Ergebnisdynamik hat das Management unter der Annahme keiner weiteren Verschlechterung des geopolitischen Umfeldes beschlossen, den Ausblick für das Gesamtjahr 2026 wie folgt anzuheben: Das berichtete Konzern-EBIT wird nunmehr über EUR 6,5 Milliarden erwartet; bisher lag die Prognose bei über EUR 6,2 Milliarden.
Die Erwartung für die DHL-Bereiche wurde auf ein EBIT von über EUR 5,9 Milliarden erhöht (bisher: über EUR 5,6 Milliarden). Unverändert wird für den Bereich Post & Paket Deutschland ein EBIT von über EUR 900 Millionen und für die Group Functions ein Ergebnis von rd. EUR -400 Millionen prognostiziert.
Die vollumfängliche Berichterstattung für das 2.Quartal 2026 wird wie geplant am 5. August 2026 veröffentlicht werden.
Finanzkennzahlen:
Erläuterungen zu den herangezogenen Finanzkennzahlen sind in dem auf der Unternehmenswebsite der DHL Group veröffentlichten Geschäftsbericht 2025 (S. 34 f) unter dem folgenden Link verfügbar:
DHL-Group-Geschaeftsbericht-2025.pdf