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DHL fährt mit neuem Solarschiff zweite Route auf der Spree

24.04.2026, 11:30 MESZ

Diese Route führt von Köpenick über mehrere Haltepunkte mit solarbetriebenen DHL Packstationen, etwa in der Rummelsburger Bucht, bis zum Osthafen nahe der Oberbaumbrücke.

2. DHL Solarschiff auf der Spree © DHL Group/Jens Schlüter
Das zweite DHL Solarschiff auf der Spree © DHL Group/Jens Schlüter
  • DHL erweitert das Projekt mit dem Partner Solarwaterworld in Berlin und ist nun auch von Köpenick zum Osthafen CO2-emissionsfrei unterwegs
  • Neues, größeres Solarschiff kann deutlich mehr Pakete transportieren und steuert solarbetriebene DHL Packstationen entlang der Route an 
  • DHL liefert Brief- und Paketsendungen in Berlin bereits in der Hälfte des Stadtgebiets CO2-neutral aus

Berlin - Die DHL Group setzt in Berlin weiter auf innovative und nachhaltige Lösungen für den Pakettransport - auch auf dem Wasser. Seit 2022 ist das erste solarbetriebene Schiff von DHL täglich zwischen dem Südhafen Spandau und dem Westhafen unterwegs und hat bereits mehr als 300.000 Pakete auch CO2-emissionsfrei transportiert.

Das Projekt verläuft so erfolgreich, dass DHL nun mit einem weiteren elektrisch angetriebenen Solarschiff auf einer zweiten Route auf der Spree fährt. Diese Route führt von Köpenick über mehrere Haltepunkte mit solarbetriebenen DHL Packstationen, etwa in der Rummelsburger Bucht, bis zum Osthafen nahe der Oberbaumbrücke. Das hat DHL Paket gemeinsam mit der Reederei Solarwaterworld AG beschlossen.

"Wir als DHL haben mit unseren Solarschiffen in Berlin ein echtes Leuchtturmprojekt für nachhaltige Logistik. Und wir freuen uns sehr, dass wir jetzt auf einer zweiten Route Pakete transportieren", sagt Sven Goerke, Leiter der Niederlassung Berlin Paket. "Unsere große Logistik-Expertise, übertragen auf Wasserwege und kombiniert mit solarbetriebenen DHL Packstationen, zeigt eindrucksvoll, wie innovative Lösungen den Straßenverkehr in Berlin entlasten können."

Die beiden Solarschiffe fügen sich nahtlos in die Nachhaltigkeits-Strategie der DHL Group ein. Das Unternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, die logistikbezogenen Emissionen bis 2050 auf netto null zu reduzieren. Dafür baut DHL unter anderem die ohnehin schon sehr große Flotte von Elektrofahrzeugen in der Zustellung weiter aus.

Schon jetzt ist DHL einer nachhaltigsten Post- und Paketdienstleister Deutschlands und Berlins: mit einer E-Zustellflotte in der Hauptstadt von rund 1.000 E-Fahrzeugen sowie mehr als 1.700 elektrischen Lastenrädern, vor allem E-Trikes und E-Bikes. Damit werden die Brief- und Paketsendungen in der Hälfte des Berliner Stadtgebiets bereits heute CO2-neutral ausgeliefert.

Das zweite Solarschiff ist deutlich größer und kann somit noch mehr Pakete emissionsfrei und geräuschlos transportieren - maximal bis zu 1.500 Pakete. Es ist 19,50 Meter lang und 5,10 Meter breit. Durch die Nutzung von Photovoltaik auf dem Schiffsdach kann ausreichend Strom für den Antrieb und die Bordenergie gewonnen werden. Für Zeiten ohne Sonne wird die Energie in Batterien gespeichert. 

Das Schiff hat eine Antriebsstärke von 2 x 35 Kilowatt und kommt damit auf bis zu zwölf Kilometer pro Stunde. Mit Sonne ist die Fahrtdauer unbegrenzt, ohne Sonne kann das Schiff zwölf bis 15 Stunden fahren.

Das zweite Solarschiff ist deutlich größer und kann somit noch mehr Pakete emissionsfrei und geräuschlos transportieren.
© DHL Group/Jens Schlüter

Der Transportweg der Sendungen beginnt im Bezirk Treptow-Köpenick. Von der DHL-Zustellbasis bringt ein LKW mehrere Paketwagen zum Platz am Kaisersteg in Köpenick. Diese werden auf das Solarschiff verladen und die Pakete dann zu den solarbetriebenen DHL Packstationen gebracht.

Der Berliner Senat ist dabei bereits Kooperationspartner der DHL Group. Gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt und den Bezirken Treptow-Köpenick, Lichtenberg und Friedrichshain-Kreuzberg sollen möglichst an weiteren Haltepunkten des Solarschiffs solarbetriebene DHL Packstationen aufgestellt werden. Der Genehmigungsprozess für zusätzliche Standorte läuft bereits. 

Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt des Landes Berlin, sagt dazu: "In einer wachsenden Stadt mit zunehmendem Lieferverkehr müssen wir alle Möglichkeiten ausschöpfen, um Straßen zu entlasten, Lärm zu reduzieren und Emissionen zu vermeiden." Und Bonde betont: "Unsere Wasserstraßen sind nicht nur prägend für das Stadtbild, sondern sie sind ein echter Verkehrsraum mit erheblichem Potenzial für den Wirtschaftsverkehr. Berlin verfügt über mehr als 200 Kilometer Wasserstraßen, die für logistische Zwecke genutzt werden können und stärker genutzt werden sollten. Mit der Eröffnung der zweiten Solarbootroute schlagen wir ein neues Kapitel auf."

Ein wichtiger Projektpartner der DHL-Solarschiffe ist die Reederei Solarwaterworld AG. Tim-Derek Schultze, Vorstand der Solarwaterworld AG, sagt: "Mit dem Start von 'Route zwei' erreichen wir den nächsten Meilenstein für eine neue Form urbaner Logistik in Berlin. Wir bringen den Transport zurück aufs Wasser - emissionsfrei, leise und deutlich effizienter für die Stadt." Schultzes Vorstandskollegin Louise Ahrens sagt: "Wir sind stolz darauf, Teil dieser innovativen Entwicklung zu sein und die Potenziale, die die Hauptstadt bietet, aktiv mitzugestalten. Unser Ziel ist es, diese Lösung nicht nur zu etablieren, sondern kontinuierlich weiter auszubauen."

Das zweite DHL-Solarschiff ist Teil des Projektes A-Swarm II, bei dem Partner wie die Technische Universität Berlin zur autonomen elektrischen Schifffahrt in Metropolregionen forschen - unterstützt mit Fördermitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.


Für weitere Fotos des Solarschiffes zur freien Verwendung unter Angabe der Quelle „DHL Group/Jens Schlüter“ kontaktieren Sie bitte pressestelle.berlin@dhl.com.

DHL Group
Pressestelle Berlin
Johannes Nedo
Tel.: (030) 6322-55333
E-Mail: pressestelle.berlin@dhl.com