DHL Group nutzt Wachstumschancen und steigert Umsatz und Ergebnis im zweiten Quartal deutlich
Der Logistikkonzern DHL Group hat im zweiten Quartal 2026 ein deutliches Umsatz- und Ergebniswachstum realisiert.
- Konzern erzielt Umsatzwachstum von 13 Prozent auf 22,4 Milliarden Euro (Q2 2025: 19,8 Milliarden Euro)
- Operatives Ergebnis (EBIT) steigt um 30 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro (Q2 2025: 1,4 Milliarden Euro)
- Profitabilität weiter verbessert: EBIT-Marge bei 8,3 Prozent (Q2 2025: 7,2 Prozent)
- Nach Erhöhung der Prognose im Juli erwartet der Konzern für 2026 ein operatives Ergebnis von über 6,5 Milliarden Euro
- Free Cashflow (ohne M&A) erreicht nach dem ersten Halbjahr 1,8 Milliarden Euro (H1 2025: 1,1 Milliarden Euro); Konzern bestätigt Jahresziel von rund 3 Milliarden Euro
- Aktienrückkaufprogramm um 500 Millionen Euro auf bis zu 6,5 Milliarden Euro aufgestockt und bis Ende 2027 verlängert
- CEO Tobias Meyer: "Die starke Umsatz- und Ergebnisentwicklung im zweiten Quartal zeigt, dass sich die konsequente Umsetzung unserer strategischen Maßnahmen auszahlt. Die Steigerung von Produktivität und Effizienz sowie die Stärke unseres globalen Netzwerks ermöglichen es uns, Wachstumschancen erfolgreich zu nutzen und Umsatzwachstum in überproportionales Ergebniswachstum zu überführen."
Bonn - Der Logistikkonzern DHL Group hat im zweiten Quartal 2026 ein deutliches Umsatz- und Ergebniswachstum realisiert. Gegenüber dem durch Zoll- und weitere handelspolitische Rahmenbedingungen belasteten Vorjahresquartal erhöhte sich der Konzernumsatz um 13 Prozent auf 22,4 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 30 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro; die EBIT-Marge verbesserte sich um 1,1 Prozentpunkte auf 8,3 Prozent. Aufgrund der positiven Ergebnisdynamik im zweiten Quartal 2026 hatte der Konzern im Juli mit Vorlage der vorläufigen Zahlen seine Prognose für das Geschäftsjahr 2026 auf ein operatives Ergebnis von über 6,5 Milliarden Euro angehoben (zuvor über 6,2 Milliarden Euro).
Das Umsatzwachstum geht insbesondere auf den Anstieg des transportierten Sendungsgewichts bei DHL Express, Kapazitätsengpässe im internationalen Luftfrachtmarkt sowie die Weitergabe gestiegener Kraftstoffkosten zurück.
Auf der Ergebnisseite wirkten sich vor allem ein konsequentes Ertrags- und Kapazitätsmanagement sowie die im Rahmen des Programms "Fit for Growth" erzielten strukturellen Kostenverbesserungen positiv aus.
In einem zunehmend komplexen Umfeld gewinnt die Fähigkeit, globale Lieferketten sicher und effizient zu steuern, weiter an Bedeutung. Immer mehr Unternehmen passen deshalb ihre Lieferketten angesichts geopolitischer Spannungen und veränderter Handelsströme an und richten sie auf Resilienz, Flexibilität und Zuverlässigkeit aus. DHL Group unterstützt Kunden mit ihrem weltweit integrierten Netzwerk und lokaler Marktkompetenz dabei, auf Veränderungen im globalen Handel agil zu reagieren und ihre Lieferketten widerstandsfähig aufzustellen.
Der Free Cashflow (ohne M&A) lag im zweiten Quartal bei 569 Millionen Euro (Q2 2025: 329 Millionen Euro). Während das starke Geschäftswachstum zu einem zusätzlichen Mittelabfluss im Working Capital führte, wurde der Cashflow im Juni durch Rückzahlungen im Zusammenhang mit den US-Zollmaßnahmen (IEEPA) positiv beeinflusst. Die entsprechenden Beträge werden schnellstmöglich an die Kunden weitergegeben. Im ersten Halbjahr erhöhte sich der Free Cashflow (ohne M&A) auf 1,8 Milliarden Euro (H1 2025: 1,1 Milliarden Euro). Das Konzernergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen stieg im zweiten Quartal auf 1,0 Milliarde Euro - ein Plus von 23,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie lag bei 0,91 Euro und damit 26,9 Prozent über dem Wert von 0,72 Euro im zweiten Quartal 2025.
Investitionen in nachhaltiges Wachstum
DHL Group investiert weiter in die Leistungsfähigkeit ihres Netzwerks. Im ersten halben Jahr lagen die Investitionen in erworbene Vermögenswerte (Capex) mit 1,3 Milliarden Euro 25 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Der Konzern setzt damit die Umsetzung seiner Strategie 2030 konsequent fort und stärkt die Grundlage für langfristiges Wachstum.
Um den steigenden Anforderungen seiner Kunden auch künftig gerecht zu werden, investiert das Unternehmen weiter in Digitalisierung, Automatisierung und die Modernisierung seiner Logistikinfrastruktur. Dazu gehören unter anderem Investitionen in die globale Expressflotte, automatisierte Lager- und Sortierlösungen sowie digitale Anwendungen zur weiteren Verbesserung von Qualität und Effizienz.
Darüber hinaus baut DHL Group ihre Kompetenzen in strategischen Wachstumsfeldern wie Life Sciences & Healthcare, Neue Energien und Rechenzentrumslogistik kontinuierlich aus. Der Konzern erweitert zum Beispiel sein Netzwerk für Life Sciences & Healthcare in den USA, Großbritannien, Singapur und Südkorea, investiert in den Aufbau eines neuen Batterielogistikzentrums in den Niederlanden und stärkt seine Kapazitäten für die Rechenzentrumslogistik auch in der Region Asien-Pazifik. Mit diesen Investitionen reagiert DHL Group auf die steigende Nachfrage nach spezialisierten Logistiklösungen, um Kunden in wachstumsstarken und zunehmend anspruchsvollen Branchen zu unterstützen und kritische Lieferketten sicher, resilient und effizient zu steuern.
Prognose angehoben; Aktienrückkaufprogramm erhöht und verlängert
Vor dem Hintergrund der positiven Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr hat DHL Group ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2026 bereits am 7. Juli angehoben und erwartet nun ein operatives Ergebnis (EBIT) von über 6,5 Milliarden Euro (zuvor: über 6,2 Milliarden Euro). Für die DHL-Divisionen wird nun ein EBIT von über 5,9 Milliarden Euro erwartet. Die Prognosen für Post & Paket Deutschland (über 900 Millionen Euro EBIT) sowie Group Functions (rund -400 Millionen Euro) bleiben unverändert. Die Erwartung für den Free Cashflow (ohne M&A) von rund 3 Milliarden Euro bestätigt der Konzern.
Zusätzlich hat der Vorstand beschlossen, das im Jahr 2022 gestartete Aktienrückkaufprogramm des Konzerns um 500 Millionen Euro auf bis zu 6,5 Milliarden Euro aufzustocken und bis zum Jahresende 2027 zu verlängern.
| DHL Express | Q2 2025 | Q2 2026 | ggü. Vj. |
| Umsatz (in Millionen Euro) | 5.868 | 7.132 | 21,5 (1) |
| EBIT (in Millionen Euro) | 730 | 1.200 | 64,3 (1) |
| EBIT-Marge (in Prozent) | 12,4 | 16,8 | 4,4 (2) |
| (1) in Prozent | (2) in Prozentpunkten |
| DHL Global Forwarding | Q2 2025 | Q2 2026 | ggü. Vj. |
| Umsatz (in Millionen Euro) | 4.620 | 5.448 | 17,9 (1) |
| EBIT (in Millionen Euro) | 196 | 240 | 21,9 (1) |
| EBIT-Marge (in Prozent) | 4,3 | 4,4 | 0,1 (2) |
| (1) in Prozent | (2) in Prozentpunkten |
| DHL Supply Chain | Q2 2025 | Q2 2026 | ggü. Vj. |
| Umsatz (in Millionen Euro) | 4.183 | 4.721 | 12,9 (1) |
| EBIT (in Millionen Euro) | 348 | 305 | -12,1 (1) |
| EBIT-Marge (in Prozent) | 8,3 | 6,5 | -1,8 (2) |
| (1) in Prozent | (2) in Prozentpunkten |
| DHL eCommerce | Q2 2025 | Q2 2026 | ggü. Vj. |
| Umsatz (in Millionen Euro) | 1.656 | 1.594 | -3,7 (1) |
| EBIT (in Millionen Euro) | 56 | 54 | -4,0 (1) |
| EBIT-Marge (in Prozent) | 3,4 | 3,4 | ±0,0 (2) |
| (1) in Prozent | (2) in Prozentpunkten |
| Post & Paket Deutschland | Q2 2025 | Q2 2026 | ggü. Vj. |
| Umsatz (in Millionen Euro) | 4.150 | 4.225 | 1,8 (1) |
| EBIT (in Millionen Euro) | 166 | 135 | -18,7 (1) |
| EBIT-Marge (in Prozent) | 4,0 | 3,2 | -0,8 (2) |
| (1) in Prozent | (2) in Prozentpunkten |
Daniel Gabel
Finanzkommunikation, Global Business Services
DHL Group
Charles-de-Gaulle-Str. 20
53113 Bonn