Navigation und Inhalte

DHL Group nutzt Wachstumschancen und steigert Umsatz und Ergebnis im zweiten Quartal deutlich

05.08.2026, 07:00 MESZ

Der Logistikkonzern DHL Group hat im zweiten Quartal 2026 ein deutliches Umsatz- und Ergebniswachstum realisiert.

Konzernzentrale
  • Konzern erzielt Umsatzwachstum von 13 Prozent auf 22,4 Milliarden Euro (Q2 2025: 19,8 Milliarden Euro)
  • Operatives Ergebnis (EBIT) steigt um 30 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro (Q2 2025: 1,4 Milliarden Euro)
  • Profitabilität weiter verbessert: EBIT-Marge bei 8,3 Prozent (Q2 2025: 7,2 Prozent)
  • Nach Erhöhung der Prognose im Juli erwartet der Konzern für 2026 ein operatives Ergebnis von über 6,5 Milliarden Euro
  • Free Cashflow (ohne M&A) erreicht nach dem ersten Halbjahr 1,8 Milliarden Euro (H1 2025: 1,1 Milliarden Euro); Konzern bestätigt Jahresziel von rund 3 Milliarden Euro
  • Aktienrückkaufprogramm um 500 Millionen Euro auf bis zu 6,5 Milliarden Euro aufgestockt und bis Ende 2027 verlängert
  • CEO Tobias Meyer: "Die starke Umsatz- und Ergebnisentwicklung im zweiten Quartal zeigt, dass sich die konsequente Umsetzung unserer strategischen Maßnahmen auszahlt. Die Steigerung von Produktivität und Effizienz sowie die Stärke unseres globalen Netzwerks ermöglichen es uns, Wachstumschancen erfolgreich zu nutzen und Umsatzwachstum in überproportionales Ergebniswachstum zu überführen."

Bonn - Der Logistikkonzern DHL Group hat im zweiten Quartal 2026 ein deutliches Umsatz- und Ergebniswachstum realisiert. Gegenüber dem durch Zoll- und weitere handelspolitische Rahmenbedingungen belasteten Vorjahresquartal erhöhte sich der Konzernumsatz um 13 Prozent auf 22,4 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 30 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro; die EBIT-Marge verbesserte sich um 1,1 Prozentpunkte auf 8,3 Prozent. Aufgrund der positiven Ergebnisdynamik im zweiten Quartal 2026 hatte der Konzern im Juli mit Vorlage der vorläufigen Zahlen seine Prognose für das Geschäftsjahr 2026 auf ein operatives Ergebnis von über 6,5 Milliarden Euro angehoben (zuvor über 6,2 Milliarden Euro).

Das Umsatzwachstum geht insbesondere auf den Anstieg des transportierten Sendungsgewichts bei DHL Express, Kapazitätsengpässe im internationalen Luftfrachtmarkt sowie die Weitergabe gestiegener Kraftstoffkosten zurück.

Auf der Ergebnisseite wirkten sich vor allem ein konsequentes Ertrags- und Kapazitätsmanagement sowie die im Rahmen des Programms "Fit for Growth" erzielten strukturellen Kostenverbesserungen positiv aus.  

In einem zunehmend komplexen Umfeld gewinnt die Fähigkeit, globale Lieferketten sicher und effizient zu steuern, weiter an Bedeutung. Immer mehr Unternehmen passen deshalb ihre Lieferketten angesichts geopolitischer Spannungen und veränderter Handelsströme an und richten sie auf Resilienz, Flexibilität und Zuverlässigkeit aus. DHL Group unterstützt Kunden mit ihrem weltweit integrierten Netzwerk und lokaler Marktkompetenz dabei, auf Veränderungen im globalen Handel agil zu reagieren und ihre Lieferketten widerstandsfähig aufzustellen.

Die starke Umsatz- und Ergebnisentwicklung im zweiten Quartal zeigt, dass sich die konsequente Umsetzung unserer strategischen Maßnahmen auszahlt. Die Steigerung von Produktivität und Effizienz sowie die Stärke unseres globalen Netzwerks ermöglichen es uns, Wachstumschancen erfolgreich zu nutzen und Umsatzwachstum in überproportionales Ergebniswachstum zu überführen. In einem weiterhin von geopolitischen Spannungen und veränderten Handelsströmen geprägten Umfeld profitieren unsere Kunden von unserer weltweiten Präsenz, lokaler Expertise und operativen Flexibilität. Damit unterstützen wir sie, Lieferketten auch unter anspruchsvollen Bedingungen zuverlässig zu steuern und an neue Marktgegebenheiten anzupassen.

Tobias Meyer, CEO DHL Group

Der Free Cashflow (ohne M&A) lag im zweiten Quartal bei 569 Millionen Euro (Q2 2025: 329 Millionen Euro). Während das starke Geschäftswachstum zu einem zusätzlichen Mittelabfluss im Working Capital führte, wurde der Cashflow im Juni durch Rückzahlungen im Zusammenhang mit den US-Zollmaßnahmen (IEEPA) positiv beeinflusst. Die entsprechenden Beträge werden schnellstmöglich an die Kunden weitergegeben. Im ersten Halbjahr erhöhte sich der Free Cashflow (ohne M&A) auf 1,8 Milliarden Euro (H1 2025: 1,1 Milliarden Euro). Das Konzernergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen stieg im zweiten Quartal auf 1,0 Milliarde Euro - ein Plus von 23,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie lag bei 0,91 Euro und damit 26,9 Prozent über dem Wert von 0,72 Euro im zweiten Quartal 2025.

Investitionen in nachhaltiges Wachstum

DHL Group investiert weiter in die Leistungsfähigkeit ihres Netzwerks. Im ersten halben Jahr lagen die Investitionen in erworbene Vermögenswerte (Capex) mit 1,3 Milliarden Euro 25 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Der Konzern setzt damit die Umsetzung seiner Strategie 2030 konsequent fort und stärkt die Grundlage für langfristiges Wachstum. 

Um den steigenden Anforderungen seiner Kunden auch künftig gerecht zu werden, investiert das Unternehmen weiter in Digitalisierung, Automatisierung und die Modernisierung seiner Logistikinfrastruktur. Dazu gehören unter anderem Investitionen in die globale Expressflotte, automatisierte Lager- und Sortierlösungen sowie digitale Anwendungen zur weiteren Verbesserung von Qualität und Effizienz. 

Darüber hinaus baut DHL Group ihre Kompetenzen in strategischen Wachstumsfeldern wie Life Sciences & Healthcare, Neue Energien und Rechenzentrumslogistik kontinuierlich aus. Der Konzern erweitert zum Beispiel sein Netzwerk für Life Sciences & Healthcare in den USA, Großbritannien, Singapur und Südkorea, investiert in den Aufbau eines neuen Batterielogistikzentrums in den Niederlanden und stärkt seine Kapazitäten für die Rechenzentrumslogistik auch in der Region Asien-Pazifik. Mit diesen Investitionen reagiert DHL Group auf die steigende Nachfrage nach spezialisierten Logistiklösungen, um Kunden in wachstumsstarken und zunehmend anspruchsvollen Branchen zu unterstützen und kritische Lieferketten sicher, resilient und effizient zu steuern.

Prognose angehoben; Aktienrückkaufprogramm erhöht und verlängert

Vor dem Hintergrund der positiven Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr hat DHL Group ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2026 bereits am 7. Juli angehoben und erwartet nun ein operatives Ergebnis (EBIT) von über 6,5 Milliarden Euro (zuvor: über 6,2 Milliarden Euro). Für die DHL-Divisionen wird nun ein EBIT von über 5,9 Milliarden Euro erwartet. Die Prognosen für Post & Paket Deutschland (über 900 Millionen Euro EBIT) sowie Group Functions (rund -400 Millionen Euro) bleiben unverändert. Die Erwartung für den Free Cashflow (ohne M&A) von rund 3 Milliarden Euro bestätigt der Konzern. 

Zusätzlich hat der Vorstand beschlossen, das im Jahr 2022 gestartete Aktienrückkaufprogramm des Konzerns um 500 Millionen Euro auf bis zu 6,5 Milliarden Euro aufzustocken und bis zum Jahresende 2027 zu verlängern.

DHL Express: Positive Nachfrageentwicklung und erhöhte Kapazitätsauslastung

DHL Express profitierte im zweiten Quartal von einer verbesserten Nachfrageentwicklung. Die Rückkehr zu Wachstum beim transportierten Sendungsgewicht führte in Kombination mit konsequentem Ertrags- und Kapazitätsmanagement zu einem starken Anstieg des operativen Ergebnisses. Zusätzlichen Rückenwind erhielt die Division durch zeitweise Kapazitätsengpässe im Luftfrachtmarkt, die zu positiven Ergebniseffekten von rund 150 Millionen Euro führten.


DHL ExpressQ2 2025Q2 2026ggü. Vj.
Umsatz (in Millionen Euro)5.8687.13221,5 (1)
EBIT (in Millionen Euro)7301.20064,3 (1)
EBIT-Marge (in Prozent)12,416,84,4 (2)
(1) in Prozent(2) in Prozentpunkten
  

DHL Global Forwarding: Netzwerkstärke in volatilem Marktumfeld

DHL Global Forwarding profitierte im zweiten Quartal 2026 von steigenden Luft- und Seefrachtvolumen sowie einer volatilen Frachtratenentwicklung. Insbesondere die erfolgreiche Steuerung des herausfordernden Marktumfelds wirkte sich positiv auf die Geschäftsentwicklung aus. Dank ihres globalen Netzwerks und ihrer lokalen Marktkenntnis unterstützte die Division Kunden dabei, veränderte Handelsströme und Lieferketten zuverlässig zu steuern.


DHL Global ForwardingQ2 2025Q2 2026ggü. Vj.
Umsatz (in Millionen Euro)4.6205.44817,9 (1)
EBIT (in Millionen Euro)19624021,9 (1)
EBIT-Marge (in Prozent)4,34,40,1 (2)
(1) in Prozent(2) in Prozentpunkten  

DHL Supply Chain: Umsatzwachstum in allen Regionen

DHL Supply Chain setzte den Wachstumskurs im zweiten Quartal 2026 fort. Alle Regionen erzielten ein höheres Umsatzwachstum als im Vorjahresquartal, wobei insbesondere die Region Americas unter anderem in den Sektoren Life Sciences & Healthcare, Auto-Mobility und Engineering & Manufacturing zur positiven Entwicklung beitrug. Das Ergebnis lag unter dem außergewöhnlich hohen Vorjahreswert, der durch positive Einmaleffekte beeinflusst war. Bereinigt um diese Effekte entwickelte sich das operative Geschäft erneut positiv.


DHL Supply ChainQ2 2025Q2 2026ggü. Vj.
Umsatz (in Millionen Euro)4.1834.72112,9 (1)
EBIT (in Millionen Euro)348305-12,1 (1)
EBIT-Marge (in Prozent)8,36,5-1,8 (2)
(1) in Prozent(2) in Prozentpunkten  

DHL eCommerce: Struktureller E-Commerce-Trend bleibt intakt

Bei DHL eCommerce wurde die berichtete Umsatzentwicklung im zweiten Quartal 2026 weiterhin durch den bilanziellen Vollzug des Zusammenschlusses mit Evri und den daraus resultierenden Wegfall des Umsatzbeitrags aus dem Vereinigten Königreich beeinflusst. Bereinigt um Konsolidierungs- und Währungseffekte verzeichnete die Division im zweiten Quartal ein deutliches Umsatzwachstum, gestützt durch den unverändert intakten strukturellen Wachstumstrend im E-Commerce. Die Integration jüngster Akquisitionen und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Netzwerke stärken die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der Division.


DHL eCommerceQ2 2025Q2 2026ggü. Vj.
Umsatz (in Millionen Euro)1.6561.594-3,7 (1)
EBIT (in Millionen Euro) 5654-4,0 (1)
EBIT-Marge (in Prozent)3,43,4±0,0 (2)
(1) in Prozent(2) in Prozentpunkten  

Post & Paket Deutschland: Wachstum im Paketgeschäft stützt Geschäftsentwicklung

Das Geschäft von Post & Paket Deutschland entwickelte sich im zweiten Quartal 2026 im Rahmen der Erwartungen. Wachstumstreiber waren weiterhin das nationale und internationale Paketgeschäft. Der strukturelle Rückgang der Briefmengen setzte sich fort und wurde durch den Wegfall positiver Wahleffekte aus dem Vorjahr zusätzlich verstärkt. Gleichzeitig wirkten sich steigende Transport- und Personalkosten belastend auf die Ergebnisentwicklung aus. Die Division setzt ihren Fokus unverändert auf Produktivitätssteigerungen, Kostendisziplin und die kontinuierliche Weiterentwicklung ihrer Netze und Prozesse.


Post & Paket DeutschlandQ2 2025Q2 2026ggü. Vj.
Umsatz (in Millionen Euro)4.1504.2251,8 (1)
EBIT (in Millionen Euro)166135-18,7 (1)
EBIT-Marge (in Prozent)4,03,2-0,8 (2)
(1) in Prozent(2) in Prozentpunkten  

Daniel Gabel

Finanzkommunikation, Global Business Services

DHL Group
Charles-de-Gaulle-Str. 20
53113 Bonn