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DHL Group setzt Wachstumskurs im dritten Quartal fort und steigert Umsatz und Ergebnis deutlich

05.11.2026, 07:00 MEZ

DHL Group erwartet für 2026 ein operatives Ergebnis von über 7,0 Milliarden Euro und einen Free Cashflow (ohne M&A) von über 3,2 Milliarden Euro.

Konzernzentrale
  • Konzernumsatz steigt um 12,6 Prozent auf 22,7 Milliarden Euro (Q3 2025: 20,1 Milliarden Euro)
  • Operatives Ergebnis (EBIT) wächst um 16,2 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro (Q3 2025: 1,5 Milliarden Euro)
  • Free Cashflow (ohne M&A) erreicht nach den ersten neun Monaten des Jahres 2,7 Milliarden Euro (9M 2025: 2,3 Milliarden Euro)
  • Nach der Prognoseanhebung im Oktober erwartet DHL Group für 2026 ein operatives Ergebnis von über 7,0 Milliarden Euro und einen Free Cashflow (ohne M&A) von über 3,2 Milliarden Euro
  • CEO Tobias Meyer: "Wir haben im dritten Quartal ein deutliches Umsatz- und Ergebnisplus erzielt und unseren Wachstumskurs damit erfolgreich fortgesetzt. Auf Basis der starken operativen Entwicklung konnten wir unsere Ergebnisprognose für das Gesamtjahr zum zweiten Mal anheben."

Bonn - Der Logistikkonzern DHL Group hat die starke Geschäftsentwicklung im dritten Quartal 2026 fortgesetzt. Der Konzernumsatz stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 12,6 Prozent auf 22,7 Milliarden Euro (Q3 2025: 20,1 Milliarden Euro). Das operative Ergebnis (EBIT) legte um 16,2 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro zu (Q3 2025: 1,5 Milliarden Euro). Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 7,6 Prozent (Q3 2025: 7,3 Prozent). Aufgrund der anhaltend positiven Ergebnisentwicklung hatte der Konzern am 16. Oktober seine Prognose für das Geschäftsjahr 2026 auf ein operatives Ergebnis von über 7,0 Milliarden Euro angehoben (zuvor über 6,5 Milliarden Euro) und die vorläufigen Zahlen bekanntgegeben.

Die positive Geschäftsentwicklung wurde von Wachstum in zahlreichen Regionen und Sektoren getragen, insbesondere in den Divisionen DHL Express, DHL Global Forwarding und DHL Supply Chain. DHL Express verzeichnete ein sehr starkes Ergebniswachstum. Mit ihrem gezielten Angebot für zeitkritische schwere Sendungen für Industriekunden steigerte die Division das transportierte Sendungsgewicht deutlich und verbesserte damit die Auslastung ihres globalen Netzwerks. Ein konsequentes Ertrags- und Kapazitätsmanagement sowie die in den letzten zwei Jahren realisierten strukturellen Kostenverbesserungen unterstützten die Ergebnisentwicklung zusätzlich. Temporäre Kapazitätsengpässe im internationalen Luftfrachtmarkt führten darüber hinaus zu höherer Nachfrage, die DHL Express über das eigene globale Netzwerk bedienen konnte.

Portrait of Tobias Meyer

Wir haben im dritten Quartal ein deutliches Umsatz- und Ergebnisplus erzielt und unseren Wachstumskurs damit erfolgreich fortgesetzt. Auf Basis der starken operativen Entwicklung konnten wir unsere Ergebnisprognose für das Gesamtjahr zum zweiten Mal anheben. Wir sind weiter darauf fokussiert, unseren Kunden eine hohe Qualität und hinreichende Kapazitäten zu bieten. Auch dort, wo es schwierig ist, unterstützen wir sie dabei, Märkte zu erreichen und neue Wachstumschancen zu erschließen. Deshalb investieren wir noch stärker in unser Netzwerk und neue logistische Fähigkeiten, die zur Erschließung von Zukunftsmärkten benötigt werden.

Tobias Meyer CEO DHL Group

Positive Geschäftsentwicklung unterstützt Cashflow

Die starke operative Entwicklung spiegelt sich auch im Cashflow wider. Der Free Cashflow (ohne M&A) erreichte im dritten Quartal 901 Millionen Euro (Q3 2025: 1,2 Milliarden Euro). Darin enthalten waren Netto-Mittelabflüsse von 256 Millionen Euro im Zusammenhang mit den US-Zöllen (IEEPA). In den ersten neun Monaten erzielte DHL Group einen Free Cashflow (ohne M&A) von 2,7 Milliarden Euro (9M 2025: 2,3 Milliarden Euro). Das Konzernergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen lag im dritten Quartal bei 907 Millionen Euro (Q3 2025: 840 Millionen Euro). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie erreichte 0,82 Euro und lag damit 9,6 Prozent über dem Wert von 0,75 Euro im dritten Quartal 2025. 

Gezielte Investitionen adressieren veränderte Kundenbedürfnisse

Trotz geopolitischer Unsicherheiten wächst der globale Handel weiter, auch wenn sich die globalen Handelsströme verschieben. In dieser Situation profitieren Kunden von der globalen Präsenz und operativen Flexibilität von DHL Group. Im Einklang mit der Strategie 2030 entwickelt der Konzern sein Leistungsangebot gezielt weiter, um auf veränderte Kundenanforderungen und zusätzliche Logistikbedarfe zu reagieren. Mit ihren strategischen Wachstumsinitiativen fokussiert sich DHL Group auf Regionen und Sektoren, in denen der Konzern eine besonders dynamische Entwicklung der Kundennachfrage erwartet. Dazu zählen Life Sciences & Healthcare, Neue Energien, E-Commerce und Logistik für Rechenzentren.

Im dritten Quartal beliefen sich die Investitionen in erworbene Vermögenswerte (Capex) auf 897 Millionen Euro. Nach neun Monaten lagen sie mit 2,2 Milliarden Euro um 532 Millionen Euro über dem Wert des Vorjahreszeitraums. In der Rechenzentrumslogistik etwa investiert DHL Supply Chain in zusätzliche Lagerstandorte in Nordamerika und erweitert zugleich seine Kapazitäten im asiatisch-pazifischen Raum. Dabei bündelt DHL Group Kompetenzen über mehrere Divisionen hinweg, um integrierte End-to-End-Lösungen für Rechenzentren anzubieten. Darüber hinaus investiert der Konzern in Digitalisierung, Automatisierung und die Leistungsfähigkeit seines bestehenden Netzwerks.

Prognose zum zweiten Mal angehoben

Vor dem Hintergrund der anhaltend positiven Ergebnisdynamik, insbesondere bei DHL Express, DHL Global Forwarding und DHL Supply Chain, sowie erster Anzeichen für eine robuste saisonale Entwicklung im vierten Quartal hatte DHL Group am 16. Oktober die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 zum zweiten Mal angehoben.

Der Konzern erwartet nun ein operatives Ergebnis (EBIT) von über 7,0 Milliarden Euro (zuvor: über 6,5 Milliarden Euro). Für die DHL-Divisionen wird ein EBIT von über 6,4 Milliarden Euro prognostiziert (zuvor: über 5,9 Milliarden Euro). Die Erwartungen für Post & Paket Deutschland mit einem EBIT von über 900 Millionen Euro sowie für Group Functions mit rund -400 Millionen Euro bleiben unverändert.

Die Prognose für den Free Cashflow (ohne M&A) wurde auf über 3,2 Milliarden Euro erhöht (zuvor: rund 3,0 Milliarden Euro). Um zusätzliche Wachstumschancen zu nutzen, plant der Konzern für 2026 Investitionen in erworbene Vermögenswerte (Capex) von rund 3,6 Milliarden Euro (zuvor: 3,0 bis 3,3 Milliarden Euro). Die bestehende Mittelfristprognose eines operativen Ergebnisses von über 7,0 Milliarden Euro in einem normalisierten wirtschaftlichen Umfeld wird DHL Group im März 2027 überprüfen.

Porträt von Melanie Kreis

Die anhaltend starke Ergebnis- und Cashflow-Entwicklung ermöglicht es uns, gezielt in weiteres Wachstum zu investieren. Wir setzen unsere Mittel diszipliniert ein und stärken damit die Leistungsfähigkeit und Effizienz unseres Netzwerks.

Melanie Kreis CFO DHL Group

DHL Express: Verbesserte Netzwerkauslastung durch Anstieg des transportierten Gewichts

DHL Express setzte die starke Geschäftsentwicklung im dritten Quartal fort. Mit ihrem Angebot für zeitkritische schwere Sendungen für Industriekunden steigerte die Division das transportierte Sendungsgewicht, was zu einer besseren Auslastung des Netzwerks führte. Zusammen mit weiterhin wirksamen Kosten- und Ertragsmaßnahmen trug dies zum deutlichen Ergebniswachstum bei. Im Ergebnis des dritten Quartals sind positive Ergebniseffekte von rund 100 Millionen Euro erhalten, die sich aus temporären Kapazitätsengpässen im internationalen Luftfrachtmarkt ergaben.

DHL ExpressQ3 2025Q3 2026ggü. Vj
Umsatz (in Millionen Euro)5.8676.995+19,2 (1)
EBIT (in Millionen Euro)6921.038+50,0 (1)
EBIT-Marge (in Prozent)11,814,8+3,0 (2)
(1) in Prozent (2) in Prozentpunkten  

DHL Global Forwarding: Volumenwachstum in volatilem Marktumfeld

DHL Global Forwarding steigerte Umsatz und operatives Ergebnis gegenüber dem Vorjahresquartal deutlich. Besonders dynamisch entwickelte sich die Luftfracht auf Handelsrouten aus Asien. Das Wachstum in der Seefracht ging vor allem auf höhere Volumen aus Asien und Europa zurück. Mit ihrem globalen Netzwerk und ihrer lokalen Marktkenntnis unterstützte die Division ihre Kunden dabei, Transportwege an veränderte Handelsströme anzupassen und Lieferketten zuverlässig aufrechtzuerhalten.

DHL Global ForwardingQ3 2025Q3 2026ggü. Vj
Umsatz (in Millionen Euro)4.5725.644+23,4 (1)
EBIT (in Millionen Euro)195259+32,7 (1)
EBIT-Marge (in Prozent)4,34,6+0,3 (2)
(1) in Prozent(2) in Prozentpunkten  

DHL Supply Chain: Umsatzwachstum in allen Regionen

DHL Supply Chain setzte den Wachstumskurs fort und verzeichnete eine positive Umsatzentwicklung in allen Regionen. Einen wichtigen Beitrag leistete insbesondere das Geschäft in den Americas, unter anderem in den Sektoren Technology und Consumer. Ein großes Volumen an Neuverträgen, vor allem in den Bereichen Retail, einschließlich E-Fulfillment-Lösungen, und Technology, schafft eine gute Grundlage für zukünftiges Wachstum. Die Division investiert weiter in Automatisierung, Digitalisierung und zusätzliche Kapazitäten, um ihre Kunden durch moderne Logistikprozesse zu unterstützen.

DHL Supply ChainQ3 2025Q3 2026ggü. Vj
Umsatz (in Millionen Euro)4.4124.941+12,0 (1)
EBIT (in Millionen Euro)278301+8,1 (1)
EBIT-Marge (in Prozent)6,36,1-0,2 (2)
(1) in Prozent(2) in Prozentpunkten  

DHL eCommerce: Organisches Wachstum bestätigt intakte Geschäftsdynamik 

DHL eCommerce erzielte ein organisches Umsatzwachstum von rund 6 Prozent. Die berichtete Umsatzentwicklung wurde durch Portfolioveränderungen, insbesondere die Entkonsolidierungen im Vereinigten Königreich und in Portugal, beeinflusst. Der Rückgang des berichteten EBIT gegenüber dem Vorjahreswert ist vor allem auf positive Einmaleffekte von 123 Millionen Euro im dritten Quartal 2025 zurückzuführen. Die Division setzt die Integration jüngster Akquisitionen sowie die kontinuierliche Optimierung ihrer Netzwerke und Prozesse fort.

DHL eCommerceQ3 2025Q3 2026ggü. Vj
Umsatz (in Millionen Euro)1.6931.585-6,4 (1)
EBIT (in Millionen Euro)17651-70,8 (1)
EBIT-Marge (in Prozent)10,43,2-7,2 (2)
(1) in Prozent (2) in Prozentpunkten  

Post & Paket Deutschland: Paketgeschäft stützt Geschäftsentwicklung

Das nationale und internationale Paketgeschäft stützte weiterhin die Geschäftsentwicklung von Post & Paket Deutschland. Die Entwicklung der Paketmenge wurde unter anderem durch die Abschaffung der De Minimis-Regel in der Europäischen Union zum 1. Juli dieses Jahres belastet. Gleichzeitig setzte sich der strukturelle Rückgang der Briefmengen fort. Höhere Personal-, Energie- und Transportkosten belasteten das operative Ergebnis zusätzlich.

Post & Paket DeutschlandQ3 2025Q3 2026ggü. Vj
Umsatz (in Millionen Euro)4.2424.254+0,3 (1)
EBIT (in Millionen Euro)218153-29,8 (1)
EBIT-Marge (in Prozent)5,13,6-1,5 (2)
(1) in Prozent(2) in Prozentpunkten  

Fragen und Antworten

Jessica Scholl

Finanzkommunikation

DHL Group
Charles-de-Gaulle-Str. 20
53113 Bonn

Daniel Gabel

Finanzkommunikation, Global Business Services

DHL Group
Charles-de-Gaulle-Str. 20
53113 Bonn