Vorläufige Ergebnisse: DHL Group übertrifft in Q2 Erwartungen und erhöht Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2026
Die Geschäftsentwicklung hat im zweiten Quartal eine weiter anziehende Nachfrage und damit eine für die Gruppe positive Ergebnisdynamik, vor allem in der Division DHL Express, gezeigt.
Bonn - Auf der Grundlage der vorläufigen Ergebnisse des Konzerns für den Monat Juni - und damit für das zweite Quartal - hat das Management heute die Ergebnis-Erwartungen für das Gesamtjahr angepasst.
Die Geschäftsentwicklung hat im zweiten Quartal eine weiter anziehende Nachfrage und damit eine für die Gruppe positive Ergebnisdynamik, vor allem in der Division DHL Express, gezeigt. Im Vergleich zu der im Vorjahresquartal durch Zoll- und weitere handelspolitische Rahmenbedingungen belasteten Geschäftsentwicklung verzeichnete der Konzern wieder einen deutlichen Umsatzanstieg. Zudem kam die durch die Fit-for-Growth-Maßnahmen reduzierte Kostenbasis im gesamten Konzern weiterhin positiv zum Tragen, sodass das Q2-Ergebnis stärker als die Markterwartung anstieg.
Die vorläufige Ergebnisentwicklung im zweiten Quartal 2026 stellt sich wie folgt dar:
- Der Konzern-Umsatz legte im zweiten Quartal 2026 um mehr als 10 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zu.
- Das Konzern-EBIT erreicht rund 1.850 Millionen Euro (Vorjahr: 1.429 Millionen Euro) und damit einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr von rund 29 Prozent.
Im Bereich DHL Express legte das EBIT infolge des sehr günstigen operativen Auslastungseffektes aus dem Anstieg des transportierten Gewichtes im zweiten Quartal auf rund 1.195 Millionen Euro deutlich zu (Vorjahr: 730 Millionen Euro, einschließlich -30 Millionen Euro Cost of Change). Dieses Ergebnis enthält auch positive Effekte in der Größenordnung von rund 150 Millionen Euro infolge der Kapazitätsknappheit im Luftfrachtmarkt.
Der Bereich DHL Global Forwarding verzeichnete ein EBIT von rund 240 Millionen Euro. Darin enthalten sind positive Effekte im niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionen-Bereich aus der erfolgreichen Steuerung des volatilen Marktumfeldes (Vorjahresergebnis: 196 Millionen Euro, einschließlich -19 Millionen Euro Cost of Change).
Der Bereich DHL Supply Chain erreichte ein Ergebnis von rund 305 Millionen Euro. Das Vorjahresergebnis von 348 Millionen Euro hatte positive Einmaleffekte von 54 Millionen Euro enthalten.
Der Bereich DHL eCommerce verzeichnete ein EBIT von rund 50 Millionen Euro und lag damit leicht unter dem Vorjahreswert (56 Millionen Euro, einschließlich -8 Millionen Euro Cost of Change). Ein positiver M&A-Einmaleffekt in Iberia in Höhe von rund 20 Millionen Euro wurde im zweiten Quartal 2026 dabei durch andere negative Einmaleffekte ausgeglichen.
Für den Bereich Post & Paket Deutschland betrug das EBIT rund 135 Millionen Euro (Vorjahr: 166 Millionen Euro).
Vor dem Hintergrund der jüngsten Ergebnisdynamik hat das Management unter der Annahme keiner weiteren Verschlechterung des geopolitischen Umfeldes beschlossen, den Ausblick für das Gesamtjahr 2026 wie folgt anzuheben: Das berichtete Konzern-EBIT wird nunmehr über 6,5 Milliarden Euro erwartet; bisher lag die Prognose bei über 6,2 Milliarden Euro.
Die Erwartung für die DHL-Bereiche wurde auf ein EBIT von über 5,9 Milliarden Euro erhöht (bisher: über 5,6 Milliarden Euro). Unverändert wird für den Bereich Post & Paket Deutschland ein EBIT von über 900 Millionen Euro und für die Group Functions ein Ergebnis von rund -400 Millionen Euro prognostiziert.
Die vollumfängliche Berichterstattung für das zweite Quartal 2026 wird wie geplant am 5. August 2026 veröffentlicht werden.
Sabine Hartmann
Konzernthemen
DHL Group
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