Navigation und Inhalte

DHL schafft zusätzliche Logistikkapazitäten in Nordamerika für weltweit boomenden Rechenzentrumsmarkt

19.03.2025, 14:30 MEZ

Die neuen Standorte richten sich speziell an Betreiber von Hyperscale‑ und Colocation‑Rechenzentren, die ihre Kapazitäten in rasanter Geschwindigkeit ausbauen und dafür besonders zuverlässige, sichere Lieferketten benötigen.

Drei DHL Mitarbeitende beim Aufbau des Rechnungszentrums
  • DHL Supply Chain erweitert sein Netzwerk in Nordamerika um zehn weitere Logistikstandorte mit mehr als 650.000 Quadratmetern Lagerkapazität, um das Wachstum großer Rechenzentrumsbetreiber zu unterstützen
  • 85 Prozent der Betreiber von Rechenzentren arbeiten laut unabhängigen Studien bevorzugt mit einem Logistikpartner, der die gesamte Lieferkette abdecken kann
  • Die neuen Standorte bieten White-Glove-Handling, die Vorkonfiguration von Server-Racks, sowie Spezialtransporte durch DHL Global Forwarding für den schnellen und sicheren Transport empfindlicher IT-Hardware

Bonn - DHL baut seine Logistikinfrastruktur für Betreiber von Rechenzentren in Nordamerika weiter aus: Bis Ende 2026 sollen zehn zusätzliche Lagerstandorte mit einer Gesamtkapazität von über 650.000 Quadratmetern in Betrieb gehen. Die neuen Standorte richten sich speziell an Betreiber von Hyperscale- und Colocation-Rechenzentren, die ihre Kapazitäten in rasanter Geschwindigkeit ausbauen und dafür besonders zuverlässige, sichere Lieferketten benötigen. Die Standorte bieten White-Glove-Handling, die Vorkonfiguration von Server-Racks sowie spezialisierte Transporte vom Lager direkt zum Einsatzort.

White-Glove-Handling stellt sicher, dass Server, Strommodule und Netzwerksysteme unter streng kontrollierten Bedingungen transportiert werden, um Schäden und damit teure Verzögerungen zu vermeiden. Die Vorkonfiguration der Server-Racks verlagert wichtige Integrationsarbeiten und Funktionstests aus den aktiven Baustellen in die geschützte Lagerumgebung. Das reduziert die Komplexität vor Ort und minimiert das Risiko von Installationsverzögerungen. Auch der Transport vom Lager direkt zum Rechenzentrumsstandort ist für übergroße und besonders empfindliche Komponenten ausgelegt - unabhängig davon, ob diese durch Ballungsräume, aktive Baustellen oder in abgelegene Neubaugebiete bewegt werden müssen. Die Verlagerung dieser kritischen Arbeitsschritte in gesicherte Logistikzentren ermöglicht es Betreibern, schneller zu bauen und gleichzeitig ihre hochwertigen Komponenten besser zu schützen.

Der Ausbau der Lagerkapazitäten von DHL erfolgt in einer Phase, in der Rechenzentrumsbetreiber mit engen Bauzeitplänen, komplexen Projektabläufen und global verzweigten Lieferketten arbeiten, die Produktionsstandorte in Asien mit Einsatzbereichen in Nordamerika, Europa und weiteren Regionen verbinden. Zusätzlich unterstützt DHL Supply Chain auch die Logistik großer Campus-Neubauten.

Die sogenannten Hyperscaler bauen das digitale Rückgrat unseres KI-Zeitalters - und das in einem atemberaubenden Tempo. Die Erweiterung unserer Infrastruktur in Nordamerika ist exakt auf diesen Bedarf ausgerichtet - mit hochsicheren Lagerdienstleistungen, Konfigurationsservices, White-Glove-Handling und einer Servicelogistik, die rund um die Uhr bereitsteht. Durch die enge Zusammenarbeit aller DHL-Divisionen können wir als zentraler, verantwortlicher Logistikpartner auftreten, der globale Lieferströme mit präziser Umsetzung vor Ort verbindet. So bleiben große Bauprojekte im Zeitplan und sind widerstandsfähiger gegenüber externen Störungen. Und: Der Ausbau in Nordamerika ist erst der Anfang. In dieser Region, in der mehr als 40 Prozent der weltweit betriebenen Rechenzentren stehen, machen wir den ersten Schritt - weitere Investitionen in anderen Regionen sind bereits geplant.

Hendrik Venter, CEO, DHL Supply Chain

Eine aktuelle, unabhängige Studie bestätigt diesen Trend: 85 Prozent der Datacenter-Entscheider bevorzugen einen einzigen Partner, der die gesamte Lieferkette abdeckt. Zugleich gaben nur 43 Prozent an, derzeit tatsächlich mit einem solch tief integrierten Partner zu arbeiten. Rund 70 Prozent nutzen externe Dienstleister aktuell nur für ausgewählte Aufgaben wie White-Glove-Services oder Retourenlogistik - ein Hinweis auf stark fragmentierte Strukturen. Gleichzeitig halten 89 Prozent einen einzigen, zentralen Ansprechpartner für "sehr wichtig". Das zeigt den klaren Wunsch nach einem Lead-Logistics-Provider (LLP), selbst wenn mehrere Dienstleister eingebunden sind.

Die neuen DHL-Logistikzentren sind eng mit dem Netzwerk von DHL Global Forwarding verzahnt. So profitieren Kunden von multimodalen Transportlösungen, Zollexpertise sowie Kapazitäten für Schwer- und Sperrguttransporte. Das ist besonders relevant, da hochwertige IT- und Kühlsysteme für solche Rechenzentren häufig aus dem Ausland stammen. In Lateinamerika führt der wachsende Ausbau bereits zu größerer Nachfrage nach Zolllagern und gesicherten multimodalen Transporten, um die ambitionierten Ausbaupläne einzuhalten. In Europa, dem Nahen Osten und Afrika, in der Asien-Pazifik-Region sowie auf den Trans-Pazifik-Routen werden zudem spezielle Charterflüge eingesetzt.

Die Logistik für Rechenzentren macht vor Ozeanen, Grenzen und unterschiedlichen regulatorischen Anforderungen nicht halt. Ob es um Luftfracht für leistungsstarke Grafikprozessoren für KI-Modelle geht, um Strommodule per Seefracht oder um Spezialtransporte übergroßer Komponenten zu abgelegenen Baustellen - Kunden sind auf eine synchronisierte, sichere und termingerechte Logistik angewiesen. Mit unseren Experten für Industrieprojekte, eigenen Charterkapazitäten und multimodalen Lösungen sorgen wir für eine reibungslose Abwicklung entlang der gesamten Lieferkette. Die Kombination aus Größe und Empfindlichkeit der Fracht sowie dem schnellen Ausbau der Rechenzentrumsinfrastruktur macht diese Logistik besonders anspruchsvoll. Hier zahlt sich die enge Zusammenarbeit zwischen den DHL-Divisionen für unsere Kunden unmittelbar aus - besonders, wenn neue Rechenzentren schnell ans Netz gehen müssen.

Oscar de Bok, CEO, DHL Global Forwarding, Freight

Angesichts der weltweiten Expansion der Hyperscaler unterstützt DHL seine Kunden mit seinem globalen Netzwerk und seinen umfassenden multimodalen Kapazitäten als zentraler Partner für internationale Lieferströme und präzise Logistikleistungen vor Ort. So können Projekte planmäßig umgesetzt und neue Rechenzentrumskapazitäten zuverlässig bereitgestellt werden.

Daniel Pohl

DHL Supply Chain

DHL Group
Charles-de-Gaulle-Str. 20
53113 Bonn