Zwei Wildkatzen entkommen dem Krieg - und finden mit Hilfe von DHL ein neues Zuhause
Der Tiger Aleks und Lothar, der Luchs, wurden im vergangenen Jahr in der Ukraine gefunden.
- Aleks, ein weißer Tiger, und Lothar, ein Luchs, wurden aus einem Kriegsgebiet in der Ukraine gerettet.
- Die beiden leben nun dauerhaft und artgerecht im Lincolnshire Wildlife Park in Großbritannien.
- Passend zum World Wildlife Day der Vereinten Nationen macht die Rettungsaktion auf das wachsende Problem illegal gehaltener Wildkatzen aufmerksam - und zeigt, wie wirkungsvoll internationale Zusammenarbeit sein kann.
Bonn - Zwei aus der Ukraine gerettete Wildkatzen - ein weißer Tiger und ein Luchs, die mitten im Krieg aus illegaler Privathaltung zurückgelassen wurden - haben im Lincolnshire Wildlife Park im Vereinigten Königreich ein sicheres, artgerechtes Zuhause gefunden. Die komplexe Mission gelang durch internationale Zusammenarbeit, die auch von DHL unterstützt wurde.
Eine Geschichte von Vernachlässigung - und Überleben
Aleks wurde von ukrainischen Soldaten nahe Charkiw entdeckt. Sein Zustand war sehr schlecht: Er litt an Parasiten, Hautinfektionen, Mangelernährung, Dehydrierung sowie beeinträchtigter Leber- und Nierenfunktion. Er war so geschwächt, dass er nicht mehr stehen konnte. Sein früherer Besitzer hatte ihn zurückgelassen, als der Krieg sich ausweitete.
Auch der Luchs Lothar scheint ein ähnliches Martyrium durchlebt zu haben. Offizielle Zahlen gibt es nicht, doch NGOs berichten von einer konstanten Zahl illegal gehaltener Wildkatzen in Privathaushalten. Viele werden als Jungtiere angeschafft und später ausgesetzt, wenn sie zu gefährlich, zu teuer oder schlicht nicht mehr erwünscht sind.
Beide Tiere wurden zunächst ins Wild Animals Rescue Center in der Ukraine gebracht. Von dort starteten Aleks und Lothar ihre rund 2.600 Kilometer lange Reise in einem speziell ausgerüsteten, temperaturgeregelten Transport zum Lincolnshire Wildlife Park im britischen Boston.
Eine sorgfältig geplante Reise
Am 25. Februar 2026 begannen Aleks und Lothar ihre Reise - unter tierärztlicher Aufsicht und in speziell angefertigten Transportkisten an Bord eines großen Transporters. Sie fuhren von der Ukraine nach Calais (Frankreich), durch den Eurotunnel nach Großbritannien und setzten ihre Fahrt auf der Straße bis zum Lincolnshire Wildlife Park fort. Dort wurden sie am 27. Februar 2026 von einem Tierarzt untersucht und anschließend in ein eigens für sie gebautes Gehege gebracht.
Der Lincolnshire Wildlife Park gehört zu den größten britischen Einrichtungen, die Tieren lebenslangen Schutz bieten. Steve Nichols, Leiter des Lincolnshire Wildlife Parks, erklärt: "Aleks und Lothar wurden in Gefangenschaft geboren und würden in der Wildnis nicht überleben. Ihnen fehlen grundlegende Instinkte wie das Jagen. Einrichtungen wie unsere sind die einzige Möglichkeit, solchen Tieren ein sicheres und erfülltes Leben zu ermöglichen."
DHL kann auf eine lange Tradition der Unterstützung und Rettung von Wildtieren zurückblicken. 2024 transportierte das Unternehmen den Schimpansen Chocolat von Kenia nach Großbritannien. Im selben Jahr überführte DHL 25 seltene Bongo-Antilopen von den USA nach Kenia. Auch echte Schwergewichte wie Manatees oder Flusspferde wurden bereits mit DHL transportiert.