Insgesamt erzielte DHL Group im dritten Quartal 2024 ein Konzernergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen von 751 Millionen Euro (Q3 2023: 807 Millionen Euro). Im gleichen Zeitraum betrug das unverwässerte Ergebnis je Aktie 0,64 Euro nach 0,68 Euro im dritten Quartal 2023.
In den ersten neun Monaten des Jahres 2024 generierte der Konzern einen Umsatz von 61,5 Milliarden Euro (9M 2023: 60,4 Milliarden Euro) und lag damit leicht über dem Vergleichszeitraum. Das operative Ergebnis entwickelte sich mit 4,0 Milliarden Euro erwartungsgemäß (9M 2023: 4,7 Milliarden Euro).
Typischer Anstieg der B2C-Sendungsmengen durch den Starkverkehr erwartet
DHL Group rechnet im vierten Quartal mit dem typischen saisonalen Anstieg der E-Commerce-Lieferungen an Konsumenten (B2C, Business-to-Consumer) im Rahmen des Starkverkehrs. Die Divisionen des Konzerns haben Vorbereitungen getroffen, um trotz der zu erwartenden Sendungsmengen eine hohe Qualität bieten zu können. Express beispielsweise setzt zusätzliche Boeing 777-Frachtflugzeuge auf den wichtigen Routen zwischen Asien und Europa ein. Supply Chain plant, neben rund 5.000 temporären Arbeitskräften fast 500 zusätzliche Roboter einzusetzen. Das Team von Post & Paket erhält Verstärkung von rund 10.000 Aushilfskräften. In Deutschland rechnet die Division zu Spitzenzeiten mit über 11 Millionen Paketen pro Tag.
Prognose aufgrund schwacher wirtschaftlicher Dynamik bei den B2B-Volumen und Briefmengenrückgangs angepasst
In den nationalen Paketgeschäften scheint die saisonale Beschleunigung der E-Commerce-Lieferungen an Konsumenten seit Ende September wie erwartet einzutreten. Die B2B-Volumen (Business-to-Business) sind hingegen weiter durch eine schwache wirtschaftliche Dynamik geprägt. Im dritten Quartal kam zusätzlich der beschleunigte strukturelle Rückgang im Briefgeschäft mit seinen hohen Fixkosten zum Tragen.
Der Vorstand geht weiterhin davon aus, dass der Konzern bis Jahresende von einem saisonalen Anstieg der B2C-Sendungsmengen profitieren wird. Für die Entwicklung der B2B-Volumen und des Briefgeschäftes deutet sich jedoch aktuell auf Basis der Entwicklung im Oktober weiterhin keine positivere Dynamik an. Auch in der Luftfracht-Spedition bleiben die Margen - trotz saisonal bedingt leicht steigender Mengen - weiterhin hinter den Erwartungen zurück.
Daher hat der Vorstand entschieden, die Konzern-EBIT-Prognose für das Jahr 2024 auf >5,8 Milliarden Euro anzupassen (bisher: 6,0 bis 6,6 Milliarden Euro). Dazu sollen die DHL-Divisionen >5,5 Milliarden Euro (bisher: >5,7 Milliarden Euro) und der Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland ~0,8 Milliarden Euro (bisher: >0,8 Milliarden Euro) beitragen.
Den Marktentwicklungen entsprechend, hat der Konzern ebenfalls die erwarteten Investitionen (ohne Leasing) im Gesamtjahr 2024 auf 3,0 bis 3,2 Milliarden Euro reduziert (bisher: 3,0 bis 3,6 Milliarden Euro). Der Konzern erwartet einen weiterhin hohen Free Cashflow (ohne Netto-M&A) von jetzt 2,8 bis 3,0 Milliarden Euro (bisher: ~3,0 Milliarden Euro).
Auf Basis der angepassten Erwartungen für 2024 und des schwächeren makroökonomischen Umfelds vor allem in Europa hat der Vorstand ebenfalls die Prognose für das mittelfristige Wachstum des Konzern-EBIT auf >7,0 Milliarden Euro (bisher: 7,5 bis 8,5 Milliarden Euro) für das Geschäftsjahr 2026 adjustiert. Die Erwartungen an Investitionen und Free Cashflow bleiben in den für 2024 bis 2026 kumulierten Bandbreiten unverändert.