In Summe erwirtschaftete DHL Group im dritten Quartal 2023 einen Konzerngewinn nach nicht beherrschenden Anteilen von 807 Millionen Euro (Q3 2022: 1,2 Milliarden Euro). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie im gleichen Zeitraum betrug entsprechend 0,68 Euro nach 1,01 Euro im Vorjahr.
Weitere kontinuierliche Investitionen in internationale Wachstumsmärkte
Im dritten Quartal 2023 generierte DHL Group einen operativen Cashflow von 2,5 Milliarden Euro (Q3 2022: 3,5 Milliarden Euro). Der Free Cashflow betrug 1,1 Milliarden Euro (Q3 2022: 1,8 Milliarden Euro). In den ersten neun Monaten dieses Jahres erreichte DHL Group einen Free Cashflow von 2,5 Milliarden Euro (9M 2022: 2,3 Milliarden Euro).
Der Konzern investierte weiter in Wachstumsmärkte und -felder, während die Investitionen und Kosten in Deutschland an die schlechten regulatorischen Rahmenbedingungen angepasst wurden. Die Brutto-Investitionen (Capex) beliefen sich im dritten Quartal auf 871 Millionen Euro (Q3 2022: 958 Millionen Euro). Neben Investitionen in nachhaltige Geschäftsaktivitäten wie emissionsarme Logistikinfrastruktur standen die Automatisierung und Digitalisierung von operativen Prozessen im Fokus. Mit der Stärkung des globalen DHL-Netzwerks bietet der Konzern seinen Kunden zudem Lösungen für ihre Omnishoring-Strategien. Omnishoring bezeichnet die Bestrebungen von Unternehmen, weltweit diversifiziert Lager- und Produktionskapazitäten aufzubauen, um die Abhängigkeiten von einzelnen Standorten zu reduzieren. Zu den strategischen Investitionen gehören beispielsweise die Programme der Division DHL Supply Chain in Lateinamerika und Südostasien. Bis 2028 setzt das Unternehmen 500 Millionen Euro (Lateinamerika) bzw. 350 Millionen Euro (Südostasien) zur Stärkung dieser strategisch wichtigen Logistikmärkte ein.
Prognose für 2023 konkretisiert - zwei makroökonomische Szenarien verbleiben
DHL Group erzielte in den ersten neun Monaten des Jahres 2023 einen Konzernumsatz von 60,4 Milliarden Euro (9M 2022: 70,7 Milliarden Euro). Das operative Ergebnis entwickelte sich im gleichen Zeitraum mit 4,7 Milliarden Euro erwartungsgemäß (9M 2022: 6,5 Milliarden Euro).
Der Konzern konkretisiert seine Ergebnisprognose für das Jahr 2023 auf 6,2 bis 6,6 Milliarden Euro: Angesichts der bislang ausgebliebenen Erholung der Weltwirtschaft wurden die makroökonomischen Szenarien von drei auf zwei eingegrenzt.
- V-förmige Erholung: Das Szenario für eine Erholung der Weltwirtschaft ab Beginn der zweiten Jahreshälfte 2023 und ein EBIT von rund 7,0 Milliarden Euro entfällt.
- U-förmige Erholung: Für den Fall einer Erholung zum Jahresende wird weiterhin ein EBIT von rund 6,6 Milliarden Euro erwartet (Szenario unverändert).
- L-förmige Entwicklung: Im ungünstigen Fall einer im verbleibenden Geschäftsjahr ausbleibenden nennenswerten Erholung der Weltwirtschaft wird weiterhin ein EBIT von mindestens 6,2 Milliarden Euro erwartet (Szenario unverändert).
DHL Group rechnet 2023 für die DHL-Divisionen mit einem EBIT zwischen 5,7 und 6,1 Milliarden Euro (zuvor 5,7 bis 6,5 Milliarden Euro). Für Post & Paket Deutschland geht das Unternehmen unverändert von einem Ergebnis zwischen 800 Millionen und 1,0 Mrd. Euro aus.
Für 2025 erwartet der Konzern ein Ergebnis zwischen 7,0 und 8,0 Milliarden Euro (zuvor über 8,0 Milliarden Euro).