Weitere Fortschritte auf dem Weg zur Dekarbonisierung
Im Rahmen der im September 2024 vorgestellten Unternehmensstrategie 2030 "Nachhaltiges Wachstum beschleunigen" hat die DHL Group ihre bestehenden Zieldimensionen "Arbeitgeber erster Wahl", "Anbieter erster Wahl" und "Investment erster Wahl" mit "Grüne Logistik erster Wahl" um eine vierte Dimension ergänzt. Damit hat der Konzern alle Bestandteile seiner ESG-Roadmap in der Konzernstrategie verankert und verfolgt messbare Ziele in den Bereichen Umwelt (Environmental), Soziales (Social) und verantwortungsvolle Unternehmensführung (Governance). So sollen beispielsweise die logistikbezogenen Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen) bis 2030 trotz erheblichem Wachstum auf unter 29 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente (CO2e; Scopes 1, 2 & 3) sinken.
Bei den Umweltkennzahlen hat der Konzern im Berichtszeitraum Fortschritte erzielt. So haben sich die THG-Emissionen mit 33,77 Millionen Tonnen CO2e besser als erwartet entwickelt (Zielwert 2024: maximal 34,9 Millionen Tonnen CO2e). Diese Entwicklung lässt sich unter anderem auf rückläufige Transportvolumen sowie Dekarbonisierungsmaßnahmen zurückführen. Insgesamt konnte DHL Group durch Dekarbonisierungsmaßnahmen rund 1.584 Kilotonnen CO2e einsparen. Die Einsparungen gingen dabei wesentlich auf den Einsatz nachhaltiger Flugkraftstoffe (SAF - Sustainable Aviation Fuels), die Elektrifizierung der Abhol- und Zustellflotte sowie die Nutzung erneuerbarer Energien in Gebäuden zurück. Zusätzlich baute das Unternehmen seine "GoGreen"-Produktpalette aus, mit der DHL Group ihre Kunden aktiv bei der Dekarbonisierung ihrer Lieferketten unterstützt.
In der eigenen Flugzeugflotte von DHL entfielen rund 3,5 Prozent des verbrauchten Flugkraftstoffes auf SAF. Damit nimmt die DHL Group eine führende Position in der Logistik und in der Luftfahrt ein. Auch die Abhol- und Zustellflotte des Konzerns bestand im Berichtszeitraum bereits zu mehr als 40 Prozent aus Elektrofahrzeugen. So hatte DHL Group im Jahr 2024 in der Abholung und Zustellung rund 39.100 E-Fahrzeuge (2023: ca. 35.200) im Einsatz.
Die Mitarbeiterzufriedenheit lag im Geschäftsjahr bei 82 Prozent. Der Frauenanteil im mittleren und oberen Management stieg um 1,2 Prozentpunkte auf 28,4 Prozent. Mit Blick auf die Arbeitssicherheit konnte DHL Group die Unfallrate pro eine Million Arbeitsstunden von 15,6 auf 14,5 senken.
Weitere Informationen über Fortschritte und Maßnahmen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Governance sind im Geschäftsbericht aufgeführt.
Prognose 2025
Im Jahr 2025 rechnet der Konzern weiterhin mit einem gedämpften makroökonomischen Umfeld. Auf Basis dieser Annahme erwartet DHL Group für das Geschäftsjahr 2025 ein operatives Ergebnis von >6 Milliarden Euro und einen Free Cashflow (ohne M&A) von ~3 Milliarden Euro. Die Prognose berücksichtigt nicht die potenziellen Effekte aus Änderungen in der Zoll- und Handelspolitik, die erhebliche negative, aber auch positive Auswirkungen auf die DHL Group haben könnten.