Navigation und Inhalte

DHL Group übertrifft Ergebnisprognose und erhöht Dividende

05.03.2026, 07:00 MEZ

DHL Group hat den anhaltenden Handelskonflikten erfolgreich getrotzt und die Ziele für das Geschäftsjahr 2025 übertroffen.

Konzernzentrale
Konzernzentrale in Bonn
  • Konzernumsatz geht im Geschäftsjahr 2025 unter anderem aufgrund von Währungseffekten auf 82,9 Milliarden Euro zurück (GJ 2024: 84,2 Milliarden Euro)
  • EBIT-Prognose übertroffen: Operatives Ergebnis auf 6,1 Milliarden Euro verbessert (GJ 2024: 5,9 Milliarden Euro)
  • Höhere Profitabilität durch aktives Kapazitätsmanagement und strukturelle Kostenverbesserungen: EBIT-Marge bei 7,4 Prozent (GJ 2024: 7,0 Prozent)
  • Konzern übertrifft Prognose mit starkem Free Cashflow (ohne M&A) von 3,2 Milliarden Euro (GJ 2024: 3,0 Milliarden Euro) 
  • Gewinn je Aktie (unverwässert) auf 3,09 Euro gestiegen (GJ 2024: 2,86 Euro je Aktie) 
  • Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung eine Dividendenerhöhung auf 1,90 Euro je Aktie vor (GJ 2024: 1,85 Euro je Aktie)
  • DHL Group erwartet für 2026 ein operatives Ergebnis von über 6,2 Milliarden Euro sowie einen Free Cashflow (ohne M&A) von rund 3 Milliarden Euro
  • CEO Tobias Meyer: "Dank aktivem Kapazitätsmanagement und strukturellen Kostenverbesserungen haben wir unsere Finanzziele übertroffen. Gleichzeitig investieren wir weiter gezielt in weltweite Wachstumsmärkte und -sektoren." 

Bonn - Der Logistikkonzern DHL Group hat den anhaltenden Handelskonflikten erfolgreich getrotzt und seine Ziele für das Geschäftsjahr 2025 übertroffen. Der Umsatz sank unter anderem infolge von Währungseffekten und Volumenrückgängen auf Routen in die USA um 1,6 Prozent auf 82,9 Milliarden Euro. Dank aktivem Kapazitätsmanagement und strukturellen Kostenverbesserungen steigerte die DHL Group jedoch ihr operatives Ergebnis (EBIT) um 3,7 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro. Damit wurde die EBIT-Prognose von mindestens 6 Milliarden Euro übertroffen. Auch bei der Profitabilität verbesserte sich der Konzern: Die EBIT-Marge lag bei 7,4 Prozent; 0,4 Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau.

CEO Tobias Meyer

"Mit unserer Strategie 2030 setzen wir die richtigen Prioritäten in volatilen Zeiten"

CEO Tobias Meyer erläutert die Gründe für die verbesserte Profitabilität. Außerdem spricht er darüber, warum die Vorteile von Strategie 2030 gerade im aktuellen Umfeld zum Tragen kommen und was sich die DHL Group für 2026 vornimmt. 

Investoren-Telefonkonferenz

Investoren-Telefonkonferenz

9:00 Uhr: CFO Melanie Kreis und CEO Tobias Meyer erläutern im Rahmen einer Telefonkonferenz die Zahlen für Q4/FY 2025.

Portrait of Tobias Meyer

Dank aktivem Kapazitätsmanagement und strukturellen Kostenverbesserungen haben wir unsere Finanzziele übertroffen. Gleichzeitig investieren wir weiter gezielt in weltweite Wachstumsmärkte und -sektoren. Die Volatilität der Weltwirtschaft wird uns auch im Jahr 2026 begleiten. Wir sind global wie lokal bestens aufgestellt. So können wir eng an der Seite unserer Kunden stehen und ihre Lieferketten in einem herausfordernden Umfeld weiter stärken.

Tobias Meyer, CEO DHL Group

Free Cashflow ohne M&A übertrifft Prognose; Ergebnis je Aktie verbessert

Der Konzern passte seine Investitionen im Geschäftsjahr 2025 der volatilen Entwicklung der weltweiten Handelsströme an, investierte jedoch weiterhin in Regionen und Sektoren mit Wachstumspotenzial. Die Investitionen in erworbene Vermögenswerte lagen im Geschäftsjahr 2025 mit 3,0 Milliarden Euro um 3,8 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum.

Der Free Cashflow (ohne M&A) legte im Geschäftsjahr 2025 um 8,3 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro zu und übertraf damit die Prognose von rund 3 Milliarden Euro. DHL Group erzielte im gleichen Zeitraum ein Konzernergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen von 3,5 Milliarden Euro - ein Plus von 5,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie lag bei 3,09 Euro und damit um 8,1 Prozent über dem Wert von 2,86 Euro im Geschäftsjahr 2024.

Umsetzung von Strategie 2030

Die im September 2024 vorgestellte Konzernstrategie 2030 "Nachhaltiges Wachstum beschleunigen" der DHL Group umfasst die vier Zieldimensionen "Arbeitgeber erster Wahl", "Anbieter erster Wahl", "Investment erster Wahl" und "Grüne Logistik erster Wahl". Im Geschäftsjahr 2025 hat DHL Group die Umsetzung der Strategie weiter vorangetrieben und gute Ergebnisse entlang aller Zieldimensionen erreicht - dazu gehören unter anderem:

Arbeitgeber erster Wahl:

  • Mitarbeiterzufriedenheit von 82 Prozent (Zielwert von mindestens 80 Prozent)
  • Unfallrate pro eine Million Arbeitsstunden auf 13,3 gesunken (GJ 2024: 14,5)

Anbieter erster Wahl:

  • Erweiterung der Kapazitäten für klinische Studien und Spezialpharmalogistik durch gezielte Akquisitionen (CRYOPDP, SDS Rx) und Investitionen in die Netzwerkinfrastruktur
  • Ausbau der Fähigkeiten im Umgang mit Gefahrgütern sowie Batterien
  • Ausbau des E-Commerce-Netzwerks durch gezielte Akquisitionen (AJEX, IDS, Inmar)

Investment erster Wahl:

  • Anhaltende Investitionen in Länder mit überdurchschnittlicher Wachstumsprognose (z.B. Indien, China und Kolumbien)
  • Gestiegene Kapitaleffizienz, unter anderem durch strukturelle Kostenverbesserungen - Return on Invested Capital (ROIC) um 20 Basispunkte auf 13,9 Prozent verbessert
  • Attraktive Aktionärsrendite durch Dividendenzahlung und Aktienrückkaufprogramm; Aktienrückkäufe mit einem Volumen von 1,4 Milliarden Euro in 2025

Grüne Logistik erster Wahl:

  • Rückgang der Treibhausgasemissionen auf 32,3 Millionen Tonnen CO2e (Zielwert 2025: maximal 34,7 Millionen Tonnen CO2e; Scopes 1, 2 & 3)  
  • Anteil von Sustainable Aviation Fuel in der eigenen Flugzeugflotte (Scope 1) auf 10,0 Prozent erhöht (GJ 2024: 3,5 Prozent)
  • Ausbau der Elektrofahrzeugflotte in der Abholung und Zustellung auf rund 45.400 E-Fahrzeuge (GJ 2024: ca. 39.100)

Modernisierung der Konzernstruktur im Plan:

Im Zuge der Einführung der Strategie 2030 hatte die DHL Group eine Modernisierung der Konzernstruktur angekündigt. Das Ziel ist es, die rechtliche Struktur des Konzerns an die Managementstruktur anzugleichen. Ferner soll die börsennotierte Muttergesellschaft in DHL AG umbenannt werden. Der für den Prozess notwendige Ausgliederungsvertrag soll der Hauptversammlung am 5. Mai 2026 zur Entscheidung vorgelegt werden.

Dividende erhöht

Vorstand und Aufsichtsrat planen, den Aktionären auf der kommenden Hauptversammlung eine Dividendenerhöhung auf 1,90 Euro je Aktie (GJ 2024: 1,85 Euro je Aktie) vorzuschlagen. Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Anteilseigner würde der Konzern damit eine Gesamtsumme von 2,1 Milliarden Euro ausschütten. Die Ausschüttungsquote läge auf Basis des Dividendenvorschlags bei 60,6 Prozent des Nettogewinns und damit leicht oberhalb des Ausschüttungskorridors von 40 bis 60 Prozent. Berechnet auf den Jahresschlusskurs der Aktie ergäbe sich eine Dividendenrendite von 4,1 Prozent. 

Portrait of Melanie Kreis

Wir haben unser Ergebnis pro Aktie gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Das unterstreicht die Wirksamkeit unserer Effizienzmaßnahmen. Der Free Cashflow vor M&A ist stark und strukturell deutlich höher als in der Vergangenheit. Das ist eine finanziell nachhaltige Grundlage für die vorgeschlagene Dividendenerhöhung. Die Kombination aus Dividende und Aktienrückkauf macht uns zu einem attraktiven Investment für Investoren.

Melanie Kreis, CFO DHL Group

Prognose 2026

Im Jahr 2026 rechnet der Konzern mit anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten. DHL Group wird deshalb ihren Fokus weiterhin auf Effizienzsteigerungen, aktives Kapazitätsmanagement sowie die weitere Umsetzung des Kostenprogramms "Fit for Growth" legen. Der Konzern erwartet für das Geschäftsjahr 2026 ein operatives Ergebnis von über 6,2 Milliarden Euro und einen Free Cashflow (ohne M&A) von rund 3 Milliarden Euro. Für DHL wird ein operatives Ergebnis von über 5,6 Milliarden Euro, für Post & Paket Deutschland von über 0,9 Milliarden Euro und für die Konzernfunktionen (Group Functions) von rund -0,4 Milliarden Euro erwartet.

Express: EBIT und Marge legen zu

Bei DHL Express sind die Sendungsvolumen in die USA durch höhere Zölle und die Aufhebung der De-Minimis-Regel im Geschäftsjahr 2025 zurückgegangen. Trotzdem konnte die Division durch Kostendisziplin, Produktivitätsverbesserungen und eine flexible Planung beim Luftfahrtnetzwerk ein Ergebniswachstum bei einer deutlich zweistelligen Marge erzielen. 


ExpressGJ 2024GJ 2025ggü. Vj.
Umsatz (in Millionen Euro)25.13424.430−2,8 (1)
EBIT (in Millionen Euro)3.0843.1622,5 (1)
EBIT-Marge (in Prozent)12,312,90,7 (2)
(1) in Prozent
(2) in Prozentpunkten
  

Global Forwarding, Freight: Herausforderndes Marktumfeld

Der globale Speditionsmarkt war im Jahr 2025 geprägt von anhaltenden geopolitischen Konflikten und zunehmender Unsicherheit in Bezug auf Zölle. Die Kapazitätsengpässe des Vorjahres nahmen im Verlauf des Jahres 2025 ab, was zusammen mit einer zunehmenden Entspannung der Situation im Roten Meer zu reduzierten Frachtraten für Luft- und Seefracht beitrug. 


Global Forwarding, FreightGJ 2024GJ 2025ggü. Vj.
Umsatz (in Millionen Euro)19.64918.643-5,1 (1)
EBIT (in Millionen Euro)1.074756−29,6 (1)
EBIT-Marge (in Prozent)5,54,1-1,4 (2)
(1) in Prozent
(2) in Prozentpunkten
  

Supply Chain: Umsatz- und Ergebniswachstum bei weiterer Margenverbesserung

Der strukturell intakte Outsourcing-Trend unterstützte das Wachstum von DHL Supply Chain im Jahr 2025. Hohe Flexibilität, standardisierte Abläufe und gezielte Datenanalyse sicherten auch in einem komplexen Umfeld die Lieferketten der Kunden. Zur anhaltenden Ergebnisverbesserung trugen neben Produktivitätssteigerungen durch Digitalisierung, Automatisierung und Standardisierung auch die Neugewinnung von Kunden bei.


Supply ChainGJ 2024GJ 2025ggü. Vj.
Umsatz (in Millionen Euro)17.69317.7780,5 (1)
EBIT (in Millionen Euro)1.0681.1618,7 (1)
EBIT-Marge (in Prozent)6,06,50,5 (2)
(1) in Prozent
(2) in Prozentpunkten
  

eCommerce: Volumenwachstum in fast allen Märkten

Selbst vor dem Hintergrund anhaltender geopolitischer Konflikte und gestiegener Lebenshaltungskosten verzeichnete DHL eCommerce im Geschäftsjahr 2025 in fast allen Märkten Volumen über Vorjahresniveau. Die Division investierte weiter in den Ausbau ihres Netzwerks. Ohne negative Währungseffekte in Höhe von 148 Millionen Euro überstieg der Umsatz den Vorjahreswert um 1,0 Prozent. Das operative Ergebnis enthält einen positiven Netto-Einmaleffekt in Höhe von 129 Millionen Euro. 


eCommerceGJ 2024GJ 2025ggü. Vj.
Umsatz (in Millionen Euro)6.9626.884−1,1 (1)
EBIT (in Millionen Euro)28137935,3 (1)
EBIT-Marge (in Prozent)4,05,51,5 (2)
(1) in Prozent(2) in Prozentpunkten  

Post & Paket Deutschland: Deutliche EBIT-Verbesserung

Der strukturelle Briefmengenrückgang und das Wachstum der Paketmengen prägten das Geschäftsjahr 2025 der Division Post & Paket Deutschland. Preiserhöhungen, gestiegene Paketmengen sowie striktes Kostenmanagement ermöglichten EBIT-Wachstum und wirkten den rückläufigen Postmengen, den höheren Kosten infolge der Inflation sowie den zusätzlichen Belastungen durch Tarifvereinbarungen entgegen. 


Post & Paket DeutschlandGJ 2024GJ 2025ggü. Vj.
Umsatz (in Millionen Euro)17.34717.8743,0  (1)
EBIT (in Millionen Euro)8211.03225,8 (1)
EBIT-Marge (in Prozent)4,75,81,0 (2)
(1) in Prozent
(2) in Prozentpunkten
  

Daniel Gabel

Finanzkommunikation, Global Business Services

DHL Group
Charles-de-Gaulle-Str. 20
53113 Bonn