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GoHelp: Katastrophenhilfe leisten

Nach einer Naturkatastrophe ist es entscheidend, dass die Hilfsgüter-Logistik reibungslos funktioniert, damit die Hilfe schnell in die betroffene Region gelangt. Durch das GoHelp-Programm können wir im Katastrophenfall mit unserer Logistikexpertise gezielt und wirkungsvoll helfen.

Am 26. Dezember 2003 wurde die iranische Stadt Bam von einem Erdbeben der Stärke 6,6 auf der Richterskala verwüstet. Unmittelbar nach der Katastrophe schickten viele Länder und Organisationen weltweit riesige Mengen an Hilfsgütern per Luftfracht in das Land. Da der kleine Provinzflughafen nicht für den plötzlichen Anstieg des Flugverkehrs und das Umladen von Hilfsgütern ausgelegt war, kam der Betrieb zum Erliegen.

Das war der Moment, an dem uns klar wurde, dass wir mit unserer Expertise im Bereich der Flughafenlogistik Hilfsorganisationen ganz entscheidend unterstützen können. So wurde das GoHelp-Programm geboren, bei dem wir eng mit den Vereinten Nationen und mit NGOs zusammenarbeiten.

GoHelp: unsere Motivation

Leider kommen Naturkatastrophen immer wieder vor. Umso wichtiger ist es, dass Flughäfen in bedrohten Gebieten auf die speziellen logistischen Herausforderungen eines Katastrophenfalls vorbereitet sind. Und das ist genau das, was wir am besten können. Logistik ist unsere Kernkompetenz und unsere Mitarbeitenden sind hoch motiviert zu helfen. Es liegt also nahe, dass wir unser globales Netzwerk zur Unterstützung der humanitären Hilfe weltweit einsetzen.

Seit 2004 entsenden wir auf Anforderung der Vereinten Nationen unsere Logistikexpert:innen zu betroffenen Flughäfen weltweit. Wenn wir die negativen Auswirkungen einer Naturkatastrophe verringern und den Menschen vor Ort helfen können, sich schneller davon zu erholen, dann haben wir die Aufgabe, die wir uns mit GoHelp gesetzt haben, erfüllt.

GoHelp: die Umsetzung


Auf globaler Ebene ist das GoHelp-Programm in zwei sich ergänzende Bereiche unterteilt: Katastrophenhilfe und Katastrophenvorsorge.

Auf Anforderung des Amtes der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) entsenden wir unsere Disaster Response Teams (DRTs) zu den Flughäfen, die logistische Hilfe benötigen. Mit GARD (kurz für "Get Airports Ready for Disaster") bereiten wir die verantwortlichen Flughafenteams und die lokalen Katastrophenschutzbehörden auf die logistischen Herausforderungen nach einem Katastrophenfall vor. Dazu arbeiten wir mit dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) zusammen.

Katastrophenhilfe

Unsere DR-Teams an drei strategischen Standorten bestehen aus über 900 speziell geschulten Freiwilligen, die im Ernstfall auf Abruf bereitstehen.

Katastrophenvorsorge

Unsere GARD-Teams bereiten Flughafenpersonal und lokale Behörden in mehrtägigen Workshops auf die logistischen Herausforderungen vor.

GoHelp umfasst auch öffentlich-private Partnerschaften mit internationalen und regionalen Hilfsorganisationen, wie das Welternährungsprogramm (WFP), mit denen wir Logistik und Lieferketten im humanitären Bereich verbessern wollen.

Auf lokaler Ebene haben sich Mitarbeitende auf der ganzen Welt in Freiwilligenteams organisiert, die im Katastrophenfall zeitnahe Hilfe vor Ort leisten können.

GoHelp: die positiven Auswirkungen

An strategischen Standorten überall auf der Welt decken unsere DR-Teams 80 % der Länder ab, die einem erhöhten Risiko großer Naturkatastrophen ausgesetzt sind.

  • Das Team Singapur ist für Einsätze im Raum Asien-Pazifik verantwortlich.
  • Das Team Panama ist für Lateinamerika und die Karibik zuständig.
  • Das Team Dubai deckt den Nahen Osten und Afrika ab.
  • Und das Team Deutschland ist für Europa verantwortlich.

Jedes DR-Team ist einsatzbereit und kann im Katastrophenfall innerhalb von 72 Stunden vor Ort sein. Die Freiwilligen kommen aus allen Unternehmensbereichen von DHL, darunter sind Luftfrachtexpertinnen ebenso wie Spezialisten für Warehouse und Supply Chain. So können die Teams jeden Teil des Logistikprozesses unterstützen und zum reibungslosen Betrieb der Flughäfen und der Verteilung der Hilfsgüter beitragen.

55+

DRT-Einsätze

1,700

Teilnehmende an GARD-Schulungen

60+

GARD-Workshops

Unsere Disaster Response Teams waren in allen drei Regionen bereits Dutzende Male im Einsatz. Und im Rahmen der Katastrophenvorsorge wurden inzwischen mehr als 1.700 Teilnehmende in rund 60 Workshops und 29 Ländern geschult. Jeder Einsatz bietet eine neue Chance etwas dazuzulernen - und dieses Wissen wird in den regelmäßig stattfindenden Trainingssessions weitergegeben.

Unsere Zusammenarbeit mit dem UN-Nothilfebüro OCHA und dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) zeigt eines ganz deutlich: Öffentlich-private Partnerschaften können viel bewirken und sie waren nie wichtiger als heute. Denn die humanitären Krisen der Welt lassen sich nur gemeinsam bewältigen.

Unsere Katastrophenmanagement-Aktivitäten weltweit